Mittwoch, 31. Juli 2013

Lasten abgeben - Vater

Seelenreise vom 22. Mai 2012

Am Abend nach einem schlimmen Kopfschmerztag empfahl mir meine Freundin dringend, ganz stur jetzt immer Lasten abzugeben an alle Leute, die mir einfallen, und auch Lasten von meinen Töchtern zurückzunehmen, aus rein egoistischen Gründen, um meine Schuldgefühle abzubauen.

***
Beim Einschlafen rief ich nach Lukas und ließ mich ganz fallen. Er erschien auch irgendwann, und ich sagte ihm, ich wolle gern jemandem seine Lasten zurückgeben. Er solle bestimmen wem, und ich bat ihn auch zu entscheiden, wie viel dieser Lasten bei der anderen Person verbleiben sollen und wie viel die geistige Welt auflösen kann.
Dann ließ ich mich wieder fallen und wartete einfach. Eigentlich dachte ich am ehesten an meine Mutter, aber ich ließ all meine Vorstellungen versinken. Nach ganz langer Zeit erschien urplötzlich das Passbildgesicht meines Vaters vor mir. Ich habe es richtig deutlich gesehen und erkannt! Das ist interessant - es ist schon das zweite Mal, dass ich die Person nicht festgelegt habe, und jedesmal erscheint von selbst die väterliche Familie. Dabei bin ich eigentlich überzeugt, die meisten Lasten von meiner Mutter übernommen zu haben.

Ich begrüßte meinen Vater und sagte, ich danke ihm für alles und habe ihn auch lieb, aber ich werde ihm jetzt seine Lasten zurückgeben, denn es seien seine und nicht meine. Dann wartete ich und konzentrierte mich Schicht für Schicht auf meinen Körper.
Während ich so im Empfinden meinen Körper von oben nach unten durchwanderte, passierte gar nichts. Doch eine Weile, nachdem ich damit durch war, spürte ich ganz deutlich einen starken Druck auf und um den Kopf, als sei der Schädel zu eng für das Gehirn, und kurz danach auch in den Füßen und Unterschenkeln. Ich blieb ganz gelöst und wartete, bis der Druck allmöhlich nachließ, bis er ganz verschwunden war.
Noch einmal bedankte ich mich bei meinem Vater und sagte, er möge jetzt in Frieden gehen, und ich werde meinen eigenen Weg gehen.

Es passierte dann gar nichts mehr, und als ich Lukas bat, das gemeinsame Thema zwischen mir und meinem Vater gezeigt zu bekommen, passierte auch nichts.

© Angela Nowicki, 31. Juli 2013

Dienstag, 30. Juli 2013

Sichtachsen

Tagebucheintrag vom 12. und 15. Mai 2012

Und dann hatte ich im Bade noch eine Erleuchtung, eine emotionale wieder, wie sie sich in letzter Zeit auffällig häufen: Ich hatte mich bis dahin heute erst mal nur mit meiner Venussequenz beschäftigt. Daraus ging hervor, dass es schon immer meine Abwehrstrategie gewesen sein muss, keine Schwäche preiszugeben, nach dem Motto: „Mich verletzt hier keiner!‟ Äußerlich stimmt das ja, aber spätestens seit meiner Tramperzeit war diese Maske nicht mehr zu halten, da hatte ich regelmäßige Zusammenbrüche vor anderen, die mir natürlich unvorstellbar peinlich waren.
Und warum? Woher kam diese Persönlichkeitsänderung? Von der Scheidung! Wenn meine Eltern sich nicht hätten scheiden lassen (oder früher! oder später!), wäre ich womöglich für den Rest meines Lebens in diesen Vermeidungsmustern stecken geblieben und hätte es nicht mal gemerkt.
Und was heißt das? Die Scheidung meiner Eltern war ein Segen für mich!
Und was war mit meinem Alkoholismus? Der hatte noch einen anderen Zweck als das, was ich bisher - völlig zu Recht - als richtig erkannt hatte: Es waren auch Ausbrüche aus dieser Vermeidungshaltung. Dieser ständigen Stärkestellung - wie nennt Döbereiner Sonne-Saturn? „Ständig in Willenshaltung und unter Absicht‟ - jawoll! Mir die Rübe vollzuknallen, war meine einzige Möglichkeit, meine innere Schwäche auszuleben, die in mir wütete wie Ägyptens Plagen. Wenn ich nicht gesoffen hätte, wäre ich vielleicht versteinert.
Und was heißt das nun wieder? Mein Alkoholismus war ein Segen für mich!

Die größte Scheiße in meinem Leben war in Wirklichkeit der größte Segen für mich!

Und das war mal keine intellektuelle Erkenntnis, sondern ein emotionales Begreifen.

***

Heute taucht plötzlich wieder das Gefühl auf, dass mein Traum, den ich jetzt endlich (wieder)gefunden zu haben glaubte, doch nicht das Gelbe vom Ei ist. Dass ich eigentlich im Innersten immer von ganz materiellem Glück geträumt habe: ein schöner Wohnort, eine schöne Wohnung, gutes Aussehen, bunte Klamotten und vor allem - viele Freunde, viele Abenteuer, viele Reisen und emotionale Erlebnisse. Ich komme an diese Vision aber nicht ran. Ich weiß nicht, ob das nur ein Loch ist, das erst mal aufgefüllt werden muss, um dann den eigentlichen Traum hervorzubringen, oder ob es der Traum ist... Weil ich so vieles nicht wissen kann: wie die Freunde beschaffen sein müssten, unter denen ich mich wirklich glücklich fühle, ob ich denn dauernde Reisen überhaupt aushalten würde, wieso ich mich dann seit Jahren so konsequent zurückziehe, weil Kontakte mich schlauchen, und noch so vieles mehr...
Am Ende läuft doch wieder alles darauf hinaus, dass ich eh nichts anderes machen kann, als ich mache, dass sich also an meinem äußeren Leben durch solche Überlegungen kein Deut ändern wird, denn den Wohnort habe ich ja nun schon fest anvisiert.
Aber abends öffnete sich mir eine weitere Sichtachse: dass ich während meiner ganzen Kindheit verpuppt war und diese Verpuppung mit der Scheidung aufgebrochen ist. Was bedeutet, dass ich in meinen paar wilden Jugendjahren tatsächlich das erste und einzige Mal „ich‟ war, aber es war ein Ich im Larvenstadium, ein diffuses, unbekanntes, völlig chaotisches Ich. Dann fiel wieder der Vorhang, über zwanzig Jahre lang. Seit der Jahrtausendwende bin ich zum zweiten Mal auf dem Weg zu mir, dieses Mal aber ganz anders. Nicht so radikal von allen äußeren Fesseln befreit wie damals, wo ich denn ja auch sofort jeglichen Halt verlor. Dieses Mal mit Halt, in einem komplexen Krückengerüst, daher abgesichert, daher aber auch mühseliger...
Verrücktes Leben.

© Angela Nowicki, 30. Juli 2013

Montag, 29. Juli 2013

Däumelinchen

Traum vom 22. April 2012

Alle beschäftigten sich mit Paul, und niemand nahm seine kleine Schwester wahr. Ich wunderte mich, dass das ältere Kind mehr Aufmerksamkeit erhielt als das jüngere.
Es war ein unheimlich niedliches kleines Mädchen, gerade daumengroß. Ihr Vater konnte ihrer nicht Herr werden, denn sie war dauernd verschwunden, ging ihre eigenen Wege. Ich war ständig hinter ihr her, denn ich fand, sie müsse doch etwas essen. Sie aß so wenig, zum letzten Mal hatte sie wohl frühmorgens gegessen und auch da nur eine spatzengroße Portion, und jetzt war später Nachmittag. Es war da ein Teller mit einem orangefarbenen Fruchtbrei, doch den wollte sie überhaupt nicht, sie rannte immer weg oder spuckte ihn wieder aus, wenn man versuchte, ihn ihr in den Mund zu stecken. Etwas unterhalb dieses Breis steckte aber auch noch ein leuchtend roter. Ich war überzeugt, dass sie den mochte, sie bekam ihn nur nie.
Auf einmal schlüpfte sie geschwind in eine kleine, runde Hülse, so groß wie ein Urinröhrchen, so klein war sie. Ich machte ihren Vater darauf aufmerksam: „Schau, ich glaube, sie hat sich allein schlafen gelegt.‟ Aber sie war zu unruhig, um zu schlafen - schwupp! war sie wieder weg. Wieder lief ich hinter ihr her und suchte sie, um sie zu füttern. Ich tat das, weil ich überzeugt war, dass ein Kind mindestens drei Mahlzeiten am Tag braucht und auch noch ordentliche. Seltsamerweise machte der Winzling aber den Eindruck, als brauche er eben keine drei Mahlzeiten. Der Kleinen genügten sehr seltene Spatzenportionen, wenn überhaupt. Ich begann laut zu überlegen, ob sie sich nicht von Licht ernähre. Vielleicht war es eine Elfe?
Endlich hatte ich sie und wollte ihr den roten Brei geben. Sie saß ganz erwartungsvoll da, offensichtlich würde sie endlich essen. Doch als ich ihr den Löffel in den Mund steckte, spuckte sie sofort wieder - ich hatte ihr aus Versehen den orangefarbenen Brei verabreicht. Wie ich mich auch mühte, roten Brei auf den Löffel zu bekommen - es schob sich immer der orangefarbene drauf.

© Angela Nowicki, 29. Juli 2013

Sonntag, 28. Juli 2013

Die verschollene Mutter

Traum vom 5. April 2012

Wir waren in Berlin, und dort ist meine Mutter verschollen. Als wir wieder nach Hause kamen und ich am nächsten Morgen aufstand, sah ich, dass die Wohnungstür noch sperrangelweit offen stand und das Zimmer meiner Mutter leer und ihr Bett unberührt war. Sie hätte im Verlauf des vergangenen Tages heim kommen müssen, und sie war nicht gekommen. Ich sagte zu meinem Mitbewohner: „Meine Mutter ist nicht nach Hause gekommen! Wir müssen sie als vermisst melden!‟

Und dann begann ein ewiger Gang zur Polizei, der nie vollendet, sondern durch ständig neue Ereignisse abgelenkt wurde. Einmal bemerkten wir, als wir auf die Straße meiner Kindheit kamen, eine Unruhe. Passanten starrten immer wieder irgendwohin auf der anderen Straßenseite. Dort war ein Haus eingerüstet, aber was sollte sein? Da war nichts. Erst als wir zum zweiten Mal rauskamen, sahen wir, dass ein Bauarbeiter offensichtlich vom Gerüst abgerutscht war und nun in der Luft hing und um Hilfe rief. Es war eines der alten Holzgerüste, und der Bauarbeiter hing zwischen den Streben einer diagonal nach oben führenden Leiter.
Mittlerweile war schon die nächste Nacht vergangen, und meine Mutter war noch immer nicht da. Ich begegnete im Hausflur unserem Hausbesitzer und erzählte ihm das. Selbst im Traum fragte ich mich, was das den eigentlich angehe, doch offensichtlich ging es ihn an, er konnte da wohl auch etwas unternehmen, aber der hier nahm es nur zur Kenntnis. Es war ein junger Mann, und er schien irgendwie zu unseren Freunden zu gehören.
Unterwegs in der Straßenbahn zur Polizei überlegte ich, was ich antworte, wenn sie mich fragen, warum wir die Vermisstenanzeige erst so spät aufgeben. Die richtige Antwort fiel mir zum Schluss ein: Die Polizei macht doch ohnehin nichts, bevor nicht mindestens zwei Tage vergangen sind.

Es war so, dass auch mein Mitbewohner und andere mich immer wieder von der Suche nach meiner Mutter ablenkten und ich dann irgendwann zu drängeln begann. Ich sagte, ich sei ganz sicher, dass ihr etwas passiert sei - entweder habe sie einen Unfall gehabt, oder sie habe sich verirrt in Berlin. Wir müssen sie finden!

© Angela Nowicki, 27. Juli 2013

Freitag, 26. Juli 2013

First find your damned conditionings!

Tagebucheintrag vom 29. März 2012

Und wieder konnte ich nicht schlafen. Schlief vielleicht eine Stunde und war hellwach. Las, rauchte, aß, schlief wieder eine halbe oder eine Stunde und war wieder hellwach. Dann ging gar nichts mehr. Halb fünf setzte ich mich verzweifelt an den PC und übersetzte zwei Seiten. Ich dachte erst, ich mache gleich durch und gehe halb acht zum Arzt, doch das ging nicht, denn mein Körper war hundemüde, und mein Geist zermatscht - ich brauchte über eine Stunde für die zwei Seiten und konnte dann einfach nicht mehr. Halb sieben stellte ich meinen Wecker auf halb zehn und schlief endlich ein.

Halb eins trieben mich brüllende Kopfschmerzen aus dem Bett. Irgendwie schaffte ich es noch, bis halb zwei zu schlafen. Die Kopfschmerzen brüllten zwar nicht mehr ganz so laut, aber es reichte, ich war einfach krank.
Ich schaffte gerade noch weitere zwei Seiten, aber sonst nichts, es ging einfach nicht. Ich hatte fürchterliche Kopfschmerzen. Am Nachmittag rief ich meine Freundin an, um sie zu bitten, eine Geistheilung für mich zu machen. Sie hatte gerade keine Zeit, wollte aber spätabends etwas für mich tun.

Sie brachte mich jedoch auf die Idee, mithilfe der Genschlüssel und des HDS zu untersuchen, welche „Lasten‟ (Konditionierungen) ich von meinen beiden Eltern und überhaupt von meiner Familie übernommen habe.

Ich fing mit meiner Mutter an und begann sogleich zu Beginn, interessante Übereinstimmungen zu entdecken.

Gegen halb sechs waren meine Kopfschmerzen schon wesentlich besser, und gegen sieben waren sie ganz weg. Da machte ich noch einmal einen kräftigen Spaziergang. Um elf fiel ich todmüde ins Bett, las noch bis Mitternacht und schlief dann sofort wie ein Stein.

© Angela Nowicki, 26. Juli 2013

Donnerstag, 25. Juli 2013

Find your damned genius!

Tagebucheintrag vom 10. März 2012

Witzige Entdeckung gemacht:
Als geistiges Wesen gehöre ich natürlich in meinen Kopf, aber es muss ein Gleichgewicht da sein, d.h. ich muss zu gleichen Teilen auch körperlich und sinnlich tätig sein. Bis zur Geburt meiner Kinder war dieses Gleichgewicht auch ganz natürlich da, und vielleicht fühle ich mich heute so unvollständig, weil ich diesen natürlichen Drang zu trampen, Sport zu treiben usw. nicht mehr ausleben kann. Aber egal.

Zum ersten Mal verschob sich das Gleichgewicht mit dem ersten Kind. Und zwar zu Ungunsten des Kopfes - ich musste immer mehr in Körper und Beziehungen, Alltag hinein, dass ich schließlich regelrecht aus meinem Geist ausgesperrt blieb. Es war wie eine Vertreibung aus der Heimat. Vielleicht findet sich hier auch ein weiterer Grund für meine Alkoholsucht: Der Alkohol öffnete meinen Geist, ich durfte für zwei, drei Stunden „nach Hause‟ - und tatsächlich hat es mich ja fast immer nur zur Flasche getrieben, um wieder mal im Lesen und Schreiben schwelgen zu können, es war fast ekstatisch.
Schließlich kam der Umkehrpunkt: I am living behind a curtain... Nein, es war 1999, als ich die letzte abhängige Arbeitsstelle hinter mir ließ, als die Kinder aus dem Haus bzw. fast erwachsen waren, als endlich die Hausarbeit immer weniger wurde, da kehrte ich mit einem nicht enden wollenden Fest in meinen Kopf zurück. Und - peng! - hörte ich auf zu trinken. Vor allem, nachdem ich 2000 ein Vierteljahr lang alle Psychologie-Vorlesungen an der Uni besucht hatte, denn da war ich zum ersten Mal in meinem Leben wunschlos glücklich.
Jetzt aber schlug das Pendel zur anderen Seite aus - nämlich ab 2002 und so richtig dann ab 2004, seit ich die geistige Arbeit zum Beruf gemacht habe. Seitdem bin ich in meinem Kopf, meiner Heimat, gefangen - wie damals, als ich den PM12 hatte. Nun durfte ich nicht mehr nur endlos schreiben, lesen und denken, ich musste es auch, und das Schlimme war (und ist): Es ist eine nachschaffende geistige Arbeit, das Übersetzen, und keine schöpferische. Oder sagen wir besser: Es ist kein Selbstausdruck, und der ist für mich genauso essenziell wie das Gleichgewicht aus Geist, Körper und Sinnen.

Okay - 23 Jahre Gleichgewicht - 20 Jahre Körper-Exil - 5 Jahre Gleichgewicht - 7 Jahre Kopf-Exil - und jetzt zurück ins Gleichgewicht.

Heute:
Mein unaufhörliches Nachdenken über mich und mein Leben, mein Analysieren, Planen und meine Nonstop-Selbstgespräche - all das ist ein einziger großer Fake, eine Kompensation, eine Reaktion - es ist nicht wirklich, und es ist nicht nötig, und es hat nichts mit der Realität zu tun! - denn: Sobald ich im Gleichgewicht zwischen Kopf und Körper bin, sprich: Sobald ich erst mal den halben Tag lang wandern gehe, Yoga mache, male, aufräume, verstummt diese Dauerbeschallung in mir, und ich höre automatisch auf, über mich nachzudenken! Auf einmal bin ich still und in meiner Mitte.
DAS ERLEBE ICH SEIT VIELLEICHT VIERZIG JAHREN ZUM ERSTEN MAL!

Dann habe ich mir noch was überlegt:
Was wollte ich denn ursprünglich am meisten vom Leben? Berühmt werden? Ich wollte ein Genie sein! Nicht mehr und nicht weniger. Und das bedeutet: Ich wollte etwas machen, worin ich auf der ganzen Welt die absolut Beste bin, was sonst keiner tun könnte - wie Janis Joplin im Singen.
Jetzt ist die Frage: Worin bin ich denn die Beste? Als Kind und noch als Jugendliche und junge Frau war ich von dieser Genialität in mir total überzeugt. Und mir ist heute erst mal richtig aufgefallen, dass diese Überzeugung mittlerweile einfach weg ist - ja, es ist so weit gekommen, dass ich mich überall für mittelmäßig bis bestenfalls sehr gut halte! (meine Träume von genialen Kindern!)
Nicht mal mehr in der Sprache halte ich mich für die Beste. Weder in Fremdsprachen noch im Schreiben - ja, es ist so weit gekommen, dass ich mir nicht mehr zutraue, einfach mal so eine Fremdsprache zu erlernen, dass ich schon wieder Angst habe, nach England zu fahren, weil ich die Sprache nicht mal annähernd beherrsche! Und ich schäme mich dafür!
Gut, ich muss jetzt mein Genie wiederfinden. Mir schwant schon was... Jedenfalls liegt es definitiv nicht auf einem hergebrachten Spezialgebiet, wie Literatur, Lyrik, bildende Kunst, Musik, Schauspiel, Tanz, Film, Fremdsprachen oder Forschung oder auch Beratung...

© Angela Nowicki, 25. Juli 2013

Abschied vom Vater

Traum vom 2. März 2012

Mein Vater muss bald sterben. Ich muss bald sterben. Ich verabschiede mich von ihm. Mein Vater sitzt gemeinsam mit seiner Schwester und P. an einem runden Tisch. Er bastelt oder zeichnet irgendetwas, ist sehr beschäftigt. Ich verabschiede mich von ihm unter Tränen. Ich weine mir die Seele aus dem Leib, kann gar nicht wieder aufhören, er weint auch. Ich umarme ihn, sage, wie lieb ich ihn habe. Zum Schluss sage ich ihm, ich wünsche mir, dass wir uns vor dem Tod noch ein paarmal wiedersehen. Dann gehe ich durch den Flur nach draußen. Im Flur sind Menschen. Ich weine unaufhörlich. Es ist mir egal, was die anderen denken.

© Angela Nowicki, 24. Juli 2013